Kambodschanische Folklore

Den letzten Tag in Kambodscha krönen wir abends mit einem umfangreichen Buffet und einer  zwischendurch aufgeführten  kulturellen Show.

Die riesige Bühne
Ream Keh Mythologie
Gewimmel auf der Bühne
Darstellung der Kardamon Ernte
Bokator

Bokator ist eine alte kambodschanische Kriegs-und Kampfkunst. Wenn die beiden knackigen Kerle mit vollem Körpereinsatz mit Gebrüll aufeinander zugehen bzw. sich treten bekommt man fast Angst, aber die beiden sind ein gut eingespieltes Team und stehen nach den Attacken unversehrt wieder auf.

Peacock Dance

Der Pfauentanz ist ein traditioneller kambodschanischer Tanz, der die Schönheit und Anmut des Pfaus darstellt. Er gehört zu den klassischen Tänzen Kambodschas und ist Teil des reichen kulturellen Erbes des Landes.

Der Pfauentanz wird heute sowohl bei kulturellen Veranstaltungen als auch im Rahmen des Tourismus präsentiert. Er ist ein lebendiges Beispiel für die Wiederbelebung und Bewahrung der kambodschanischen Kultur nach den Zerstörungen durch die Roten Khmer.

Apsara Tanz

Der Tanz ist inspiriert von den Apsaras, den himmlischen Tänzerinnen und Nymphen der hinduistisch-buddhistischen Mythologie, die in den berühmten Tempelreliefs von Angkor Wat und anderen Khmer-Tempeln dargestellt sind. Diese Apsaras symbolisieren göttliche Schönheit, Anmut und spirituelle Erhebung.

Dschungeltempel Beng Mealea/ Kambodscha

Letzter Tag der Reise: eun Ausflug zum Dschungeltempel Beng Mealea steht an, abseits vom großen Gelände des Angkor Wat Areals.

Wasserbüffel am Wegesrand

Auf der ca. 40 km langen Fahrt östlich von Angkor kann ich erstmals Wasserbüffel am Strassenrand bewundern. Sie sind in Privatbesitz und haben Ringe und Seile durch die Nasen gezogen.  Hoffentlich haben die Tiere keine Schmerzen. Sie sind friedlich und neugierig und ich mag sie sofort gerne. Ausserdem sind sie viel wohlgenährter als die klapperdürren weissen Rinder, die wir vereinzelt auf den Feldern entdecken können.

 

Hinweis auf Minen

Durch den Rückgang der Touristenzahlen wegen des Grenzkonfliktes an der thailändischen Grenze sind wir nahezu die einzigen Besucher und genießen die Stille dieser beeindruckenden Anlage

Die Natur fordert ihren Tribut

Beng Mealea ist ein hinduistischer Tempel  und bildet eines der schillerndsten Zentren des Khmer-Reiches Angkor. Die Anlage gehört seit 1992 zum Weltkulturerbe der UNESCO

Bis vor Kurzem hat u.a. die Bundesregierung bei der Entfernung von Minen aus dem Krieg in diesem Gebiet mitgeholfen.

Ehemalige Bibliothek

Die Tempelruinen gehören vom Stil her in die Mitte des 12. Jahrhunderts, jedoch finden sich keine Inschriften.

Das macht die riesigen Ausmasse der Dschungelbäume deutlich

Der Tempel ist überwiegend mit Sandstein errichtet und weitgehend original belassen mit teilweise überwachsenen Bauwerken.

Ehemaliger Bombenkrater aus dem Vietnamkrieg, heute voller Lotusblüten

Bis vor wenigen Jahren war die Anlage schwer zu erreichen, eine neue Straße  sorgt nun für eine bessere Anbindung.

Tonle-Sap-See / Kambodscha

Heute fahren wir ins Stelzendorf Kompong Khleang am Tonle-Sap-See. Das ist der größte See Südostasiens und eines der fischreichesten Binnengewässer der Erde.

Es ist ein sehr armes Dorf, aber die Bewohner beschämen uns fast mit ihrer zufriedenen und freundlichen Wesensart. Was sind wir doch bei uns zu Hause vergleichsweise im Schlaraffenland und trotzdem wirken viele Menschen unzufrieden.

Im Süden ist der See mit dem Tonle-Sap-Fluss verbunden, welcher im jahreszeitlichen Wechsel jeweils den Zu- oder Ablauf bildet und weiter südlich in den Mekong mündet.

Jedes Jahr im Juni ist dort ein in dieser Größenordnung weltweit einzigartiges Naturphänomen zu beobachten. Der Mekong führt zu dieser Zeit auf Grund der Monsunregenfälle und durch das Schmelzwassee aus dem Himalaya  bis zu viermal mehr Wasser als in den trockenen Monaten. Da Kambodscha ein großteils sehr ebenes Land ist, drängt das Wasser des Mekong in den Tonle-Sap-Fluss, dieser wechselt daraufhin seine Fließrichtung. An dessen Ende füllen die Wassermassen nun das Becken des Sees. 

Zeichen von Fischreichtum

Der Höhepunkt der Überflutung wird im September erreicht. Zu diesem Zeitpunkt ist knapp ein Drittel der landwirtschaftlichen Kulturfläche Kambodschas von Wasser bedeckt.

Massen von Räucherfisch

Erst im November, wenn der Mekong wieder weniger Wasser führt, wechselt der Fluss erneut die Richtung und das Wasser des Sees fließt langsam ab. Dieses Ereignis ist Anlass für das sogenannte Wasserfest, das auch gleichzeitig den Beginn der Fischereisaison darstellt.

Also fliesst auch in diesem Dorf erst seit ein paar Wochen das Wasser wieder ab.

Pagoden für Verstorbene

Der Reiseleiter erklärt uns, dass trotz der Armut auch hier der Buddhismus den Menschen durch die Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Tod macht. Daher bezahlen sie zB für diese goldfarbenen Pagoden den hier ungeheuren Preis von mehr als umgerechnet 3000 Euro. Obwohl sie nur von der Hand in den Mund  leben, aber die Hoffnung wird teuer bezahlt. Das macht mich sehr betroffen.  Ist doch überall auf der Welt das gleiche.

Vorher waren komplett alle Stelzenhäuser bis zur Wohnfläche überflutet und die Menschen konnten ihre Häuser nur per Boot erreichen.

Eines der „besseren“ Häuser
Bootsfahrt auf dem See
Jetzt bekommen die Bäume wieder „Luft“
Unser Restaurant auf Stelzen
Das mitgebrachte Weihnachts-Picknikpaket, im Bananenblatt ist der Reis eingewickelt
Chill-Aerea
Tagesgeschäft: angeln
Stelzenhaus

Das Picknick im Stelzenhaus mit mitgebrachten Sachen war schon ein ganz besonderes Erlebnis. Getränkedosen bekamen wir vom „Restaurant „. Zum Glück wurden die Dosen in Netzen gesammelt. Das ist nicht selbstverständlich, weil leider der Müll ansonsten mehr oder weniger im See landet. Natürlich auch alle ungefilterten Abwässer. Und nebenan wird gefischt…Das macht mich noch dankbarer für unsere funktionierende Müllabfuhr zu Hause.  Ist alles nicht so selbstverständlich, das merkt man dann besonders auf solchen Reisen. Wir sind so privilegiert und nehmen vieles als selbstverständlich hin. Ist es aber nicht!

Innenraum des Stelzenrestaurants, die Besitzer sind aufgrund der Verträge mit den Reisegruppen wohlhabend

Jetzt geht es wieder zurück Richtung Hotel. Unterwegs wird uns noch ein Handwerks- und Verkaufsbetrieb vorgeführt.

Zum Glück kein Heizdeckenverkauf 😉
Die Seidenweberin
Feinste Seidentücher, handgewebt

Angkor Wat / Kambodscha

Heute geht es zu meinem Traumziel, auf das ich mich schon seit Jahren freue: die alten Tempelanlagen von Angkor Wat. Angkor ist die nächstgelegene Stadt, in der auch unser Hotel ist, und „Wat“ ist „Tempel, Kloster „. Hier haben wir es aber nicht mit EINEM Tempel zu tun, sondern einer unvorstellbar riesigen Anlage. Es war wohl einst die größte Stadt der Welt.

Im Ticketcenter kommen wir sofort dran und werden vom Reiseleiter darauf hingewiesen, dass aktuell die Touristenzahlen um 90 % zurückgegangen sind wegen des Grenzkonfliktes mit Thailand in den letzten Wochen. Gut für uns, aber schlecht für Kambodscha und seine so notwendigen Devisen durch die Touristen.

Steinreliefs
Galerien
Arkadengänge

Angkor Wat ist der größte religiöse Tempelkomplex der Welt und befindet sich auf einem 1,6 km² großen Gelände. Seit 1992 gehört es zum Unesco-Welterbe.

Es wurde im 12.Jahrhundert vermutlich unter König Suryavarman II. errichtet als hinduistischer Tempel und dem hinduistischern Gott Vishnu gewidmet.  Ab dem späten 13.Jahrhundert wurde es schrittweise zum buddhistischen Tempel des Khmer-Reiches umgewandelt.

Ab dem 15. Jahrhundert wurde der gesamte Komplex kontinuierlich vom Urwald überwuchert und im 16.Jahrhundert erstmals von Europäern wiederentdeckt.

Es ist ein nationales Symbol Kambodschas und auch auf der Nationalflagge abgebildet.

Heute verstärkt genau dieses Zusammenspiel aus Natur und Stein die Mystik des Ortes. Natur und Geschichte verflechten sich hier zu einem traumhaften Märchenwald. Gewaltige Baumwurzeln durchbrechen Mauern, Flechten überziehen die Tempelreste, und der Dschungel wirkt wie ein schweigender Bewahrer der Geschichte.

Angkor war zeitweise eine der größten Städte der antiken Welt. Kanäle, Stauseen und Reservoirs ermöglichten Landwirtschaft für Hunderttausende Menschen. Diese technische Meisterleistung war eine Grundlage für die kulturelle Blüte des Khmer-Reiches.

Der Tempelkomplex geriet in Vergessenheit, bevor er im 20. Jahrhundert unter Beteiligung verschiedener internationaler Organisationen restauriert wurde.

Phan Thiet/ Vietnam

Heute geht es mit dem Shuttlebus in das 9 km entfernte Phan Thiet. Erstaunlicherweise gibt es zumindest in dem Altstadtbereich, in dem wir uns umgeschaut haben, absolut keine Einrichtungen für Touristen (Restaurants, Cafés, Geschäfte wie in den großen Hauptstädten). Also eine gute Chance, Fotos vom ECHTEN Vietnam zu machen. 

Mitten im Zentrum werden wir „abgeladen“, vereinbarte Abholzeit in 4 Stunden

Die Leute schauen dich erstaunt an und wenn du zurückschaust kommt umgehend ein Lächeln oder ein freundliches Hallo zurück, das macht richtig Spaß. Alles unaufdringlich und zurückhaltend.

Vor der Markthalle wurden wir nur einmal von einem hübschen Mädchen mit gefalteten Geldschein in der Hand angebettelt und man kann nur hoffen, das kein Tourist darauf eingeht, weil sie sonst nur noch betteln wird statt in die Schule zu gehen. 

Schweissarbeiten im Freien

Zuerst habe ich gedacht, das Klima nicht aushalten zu können nach der Fahrt im klimatisierten Kleinbus.

Bürgersteige sind total zugeparkt

Aber nachdem wir uns von Schatten zu Schatten durch die Straßen bewegen und im Supermarkt nochmal Wasser kaufen und trinken wird es dann einigermaßen erträglich. 

Schreinerei, alles Handarbeit
Eines der schöneren Häuser

Aber insgesamt ist das Klima für mich als Hochsensible eine extreme Herausforderung. Mein Puls war anfangs in ungeahnte Höhen gesprungen, wahrscheinlich zusätzlich auch wegen einer sehr starken Erkältung.  Aber so schnell komme ich nicht mehr nach Vietnam, vermutlich nie mehr, und deshalb muss ich da tapfer durch.

Er war sooo freundlich
Nachdenklich
Der Fisch in der prallen Sonne bei 32 Grad und so riecht es auch, schnell weg hier
Kabelsalat, so läuft das in allen Städten
Vor einer christlichen Kirche
Den ganzen Tag Ananas schälen…
„Drive in“ auf dem Markt
Alles so schön bunt hier…
Eingang zur Markthalle

In der Markthalle finden wir wenigstens bei einem frisch gepressten Orangensaft ein Plastikstühlchen zum Ausruhen von der Hitze, dort ist es etwas kühler. Hier können wir wunderbar das rege Treiben beobachten.

Auch hier auf dem Moped in die Halle zum Einkauf

Eine stark behinderte Frau rutschte schlangenartig auf dem Boden herum und verkaufte Lose, die wir häufig in der Stadt angeboten sahen. Ein trauriger Anblick war das. Auch eine spastisch behinderte Frau an einem Laufgestell sowie ein Trisomie-Man, der bettelte. Diese Menschen scheinen sich hier viel selbst überlassen zu werden.

Eindrucksvolle Gesichter
Das war mal ein Fenster
Frisör an der Schulmauer
Eindrücke vom Fluss: motorisierte Nussschalen
Moderne Brücke über vermülltem Fluss
Auf der Rückfahrt zum Hotel vom Auto aus gesehen

Phan Thiet/Cliff-Hotel/Vietnam

Zum Glück werden auf der bisher recht anstrengenden Reise 3 Übernachtungen im sehr komfortablen „Cliff Hotel“ zwischengeschoben, um sich ein wenig erholen zu können. 

Alternativer Weihnachtsbaum in der Lobby
Begrüssungsdrink mit Orchideenblüte

Das Hotel liegt in einer sehr gepflegten Parkanlage direkt am Meer. 

Sehr zu empfehlen
Schöner Strand

Hier können wir auf der Terrasse mit Meerblick frühstücken und Abendessen oder im Spa-Bereich wohltuende Massagen buchen.

Weg zum Strand
Blick vom Spa aus
Der Saft wird dir bis an die Liege gebracht- paradiesisch!
Zeit zum Relaxen
Hochzeit am Strand
Palmen werden Weihnachtsbäume
Abendstimmung

Ho-Chi-Minh-Stadt, ehemals Saigon / Vietnam

Der chinesische Binh-Tay-Markt

Erstes Ziel des Rundganges in Saigon – der alte Name wird, wenn auch nicht in offiziellen Formularen, immer noch genutzt- ist das chinesische Viertel Cholon mit seiner riesigen Markthalle.

Aussenbereich der Markthalle

Das Marktgebäude ist vollgepackt mit Ständen und  allen möglichen Sachen, ebenfalls ein Food Court. Es wurden Geschäfte wie Schuhe, Haushaltswaren, falsche Blumen, Stofftiere, Hüte, Kosmetika usw. zusammengefasst. Die Verkäufer sitzen übrigens wie im ganzen Land auf billigen kleinen Plastikstühlchen. Bei so vielen Ständen frage ich mich, wie diese Orte überleben, weil die Konkurrenz die gleichen Artikel verkauft.

In der Mitte des Gebäudes befindet sich ein offener Bereich, der zum Gebet genutzt wird.

Blick aus dem Bus heraus

Weiter geht es zum Thien-Hau-Tempel:

Thien-Hau-Tempel

Der Thien-Hau-Tempel wurde um 1760 von Chinesen gebaut, die aus dem südchinesischen Guangdong eingewandert waren.

Kunstvolle Verzierungen
Porzellanfiguren an der Außenfassade
Blick in den Innenhof des Tempels

Der Tempel ist der chinesischen Göttin Mazu gewidmet, die durch wundersame Kräfte während eines Taifuns ihre Familienmitglieder aus Seenot gerettet haben soll.

Mazu wird von Überseechinesen und chinesischen Bootsmännern – und somit von Mitgliedern der chinesischen Minderheit in Vietnam – sehr verehrt.

Die kegeligen Kringel an der Decke sind Räucherstäbchen. Entsprechend gut riecht der ganze Tempel.

Räucherkringel

Für einen Geldbetrag kannst du einen Wunsch aufschreiben, der dann mit einem Räucherstäbchenkringel von einem Tempelbediensteten mit einem langen Stab an die Decke gehängt und an einem Ende angezündet wird.

Eine der drei Statuen der Göttin

Jedes Jahr wird am 23. Tag des 3. Monats nach chinesischem Kalender die größte Figur Mazus aus dem Tempel entfernt und in einem großen Umzug durch das Stadtviertel Cholon getragen.

Jetzt geht es ins moderne Saigon

Der Bitexco Financial Tower mit dem Saigon Skydeck ist sicher eines der vielen Highlights von Ho Chi Minh City. Es ist schon von Weitem aus vielen Ecken der Stadt zu sehen.

Imposantes Gebäude, das zweithöchste in Vietnam

Im 49. Stock hast du nach deinem Ticketkauf eine traumhafte 360 ° Rundumsicht auf Saigon. Du bist dann in einer Höhe von 265 Metern. Eine sehr lohnenswerte Aktion.

Skydeck 49. Etage
Grandioser Ausblick

Weiter geht der Rundgang durch Saigon zu Fuß. Was ist das denn für ein nettes europäisch anmutendes Häuschen?

Alte Oper

Die Oper/ Theater wurde – inspiriert von der Architektur des Petit Palais in Paris- um 1900 erbaut. Während des Vietnamkrieges war dieses Theater Sitz des vietnamesischen Parlaments.

Altes Postamt

Das Postamt wurde zwischen 1886 und 1891 erbaut, fälschlicherweise wurde der Entwurf Gustve Eiffel zugeschrieben.

Innen im Postamt

Das zentrale Postamt von Saigon, im Herzen von Ho-Chi-Minh-Stadt gelegen, ist ein wunderschönes Relikt der französischen Kolonialarchitektur und bis heute ein funktionierendes Postamt.

Das Postamt diente als zentrales Kommunikationszentrum und spielte eine entscheidende Rolle bei der Verbindung Vietnams mit dem Rest von Französisch-Indochina, einschließlich Kambodscha und Laos. Im Laufe der Jahre ist es zu einem Symbol der kolonialen Vergangenheit von Ho-Chi-Minh-Stadt geworden, das als Denkmal steht, und verbindet europäisches architektonisches Design mit lokaler Geschichte.

Kathedrale Notre Dame

Die römisch-katholische Kirche wird leider zur Zeit renoviert. Das gesamte Baumaterial stammte bei der Erstellung 1880 sowie der aktuellen Restaurierung aus Frankreich (die roten Ziegeln zB aus Marseille). Der Bauputz für die Restaurierung kommt  sogar aus Deutschland. 

Hoi An / Vietnam

Hoi An bezaubert mich total. Die Altstadt ist auch UNESCO-Weltkulturerbe und das mit recht. Die hübsche Altstadt gilt als gut erhaltenes Zeugnis eines einst blühenden Handelshafens aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.

Die Japanische Brücke von der Seite

Am meisten gefällt mir die Japanische Brücke, die wie eine Filmkulisse wirkt. Sie ist aus dem 16./17. Jahrhundert und wird von Fotografen gerne als Hintergrund für Personenaufnahmen gewählt, was du übrigens in Vietnam sehr häufig an besonderen Fotomotiven antriffst: Privatpersonen leihen sich feine Kostüme und lassen sich von einem mitgebrachten Fotografen in unendlichen Posen ablichten.

Vor jedem Fotomotiv lässt man sich aufnehmen
Die Brücke verband chinesisches und japanisches Viertel
Haus in der Altstadt

Wir besichtigen auch einen chinesischen Tempel, den es wohl in fast jeder Stadt gibt.

Tempel – Innenhof
Räucherstäbchen-Spiralen
Gute Wünsche für 2026
Verkauf am Strassenrand
Die Stadt der Lampions
Sie hat mir kandierten Ingwer verkauft
Die schöne bunte Altstadt
Geschmückte Boote

Wir werden auch in eine Seidenspinnerei geführt, wo wir die Verarbeitung vom Seidenkokon bis zum Endprodukt erläutert bekommen.  Sehr interessant. 

Vom Kokon abgespulte Seidenfäden

Hier kann man sich auch massgefertigte Sachen schneidern lassen, die dir nach ein paar Stunden sogar ins Hotel geliefert werden.

Sehr glücklich wirken diese Arbeiterinnen nicht

Wir erleben Hoi An auch nochmals am Abend, wo die romantische Überall-Beleuchtung mit Lampions eine sehr romantische Szene bietet.

Lampiongeschäfte
Für diese Show haben wir heute Abend Karten
Was wird uns wohl geboten?

Ein faszinierendes Spektakel aus Musik, Gesang und Tanz voll fernöstlichem Flair berauscht und begeistert uns. In einer runden dunklen Manege -alles duftet nach Lemonöl und Handyaufnahmen sind verboten- kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus.

Fototermin nach der Show

Diese Show ist unglaublich! Die Akrobatik und die kreative Choreographie haben mich umgehauen. Ich genoss die Musik, die nicht nur von Musikern, sondern auch von den Interpreten mit Bambus, Bällen etc. geschaffen wurde. Es wird das Leben eines abseits  lebenden Bergvolkes mit allen Sinnen dargestellt.  Eine der kreativsten und visuell atemberaubendsten Shows, die ich je sehen durfte.

Romantische Atmosphäre
Abendstimmung am Fluss

So schön die Abendstimmung am Fluss auch ist: viele Touristen drängeln sich am Ufer und auf der Brücke. Aus jeder offenen Bar tönt Lifemusik oder wird für Karaoke geworben: mir war es dann doch etwas zu viel Rummel a la Ballerman.

Gemüsegärten in Tra Que

Nur 3 km von Hoi An erreichen wir das „Gemüsedorf“ Tra Que.

Die Bewohner nutzen das über 40 Hektar große Gebiet seit fast 400 Jahren für Fruchtwechsel und Mischkultur mit mehr als 20 verschiedenen Blattgemüsesorten und Gewürzen.

Alles sieht gesund und frisch aus.

Kürzlich wurde das Gemüsedorf von der UN-Tourismusorganisation als eines der besten Tourismusdörfer 2024 ausgezeichnet

Interessante Bewässerungstechnik

Das Gemüseanbaugebiet Tra Que profitiert von fruchtbarem Boden und einer reichhaltigen Wasserquelle. Die Einheimischen pflegen ihre einzigartigen Anbaumethoden und verwenden Algen aus dem Fluss Co Co als Dünger für ihr Gemüse. Daher ist das Gemüse hier besonders frisch und sauber.

Vor dem Essen genießen wir noch eine Fussmassage mit wohltuenden Kräutern. Auch das kleine Kochevent macht Spaß und wir können danach unsere selbstgerollten Pfannekuchen kosten.

Wir lernen Pfannkuchen aus Reismehl herzustellen, hier wird flambiert

Insgesamt eine schöne Idee, um auch mal während der anstrengenden Rundfahrt zwischendurch etwas Energie tanken zu können.  Wie vielfältig unsere Eindrücke doch sind! Da brauche ich gerade als hochsensible Person auch nach Rückkehr zu Hause noch viel Zeit, um das alles zu verarbeiten. 

Kaiserstadt Hue / Vietnam

Von der Halong-Bucht ging es gestern mittag mit dem Bus direkt zum Flughafen Hanoi zurück. Von dort Inlandsflug nach Hue.

Hier beginnt der nächste Tag direkt mit einem großen Spaß: eine Rikschafahrt vom Hotel aus durch die alte Kaiserstadt.

Über den Parfumfluss
In die Altstadt
Eindrücke links und rechts
Auf diesen kleinen Plastik-Kinderstühlchen sitzen hier alle

Der dreistöckige, 17 Meter hohe Fahnenturm,  steht gegenüber dem Eingang zur Kaiserlichen Stadt. Im frühen 19. Jahrhundert wurde dem Turm ein 30 Meter hoher Fahnenmast hinzugefügt.

Kaiserliche Zitadelle

Nach dem Durchqueren des Ngo Mon Tors erreicht man den Platz der Großen Zeremonien, auf dem Mandarine aus dem gesamten Reich zusammenkamen, um dem Kaiser ihre Ehre zu erweisen. Der Platz verfügt über zwei Terrassen auf verschiedenen Ebenen: Die zivilen Mandarine standen links, die militärischen rechts.

Überall die wunderschönen riesigen Bonsais

Am Ende des Platzes der Großen Zeremonien liegt der Palast der höchsten Harmonie, der 1805 erbaut wurde. Das zweistufige Dach mit gelben Ziegeln, getragen von 80 rot lackierten Säulen mit goldenen Drachenmotiven, hält den Palast im Sommer kühl und im Winter warm. Hier empfing der Kaiser ausländische Würdenträger, feierte seinen Geburtstag und hielt wichtige Hofzeremonien ab.

Das Gelände besteht aus mehreren Ebenen

Die Hauptattraktion in der Halle ist der kaiserliche Thron, ein vergoldetes Symbol der königlichen Autorität. Der durfte aber nicht fotografiert werden.

Auf dem gesamten Gelände wurden etliche Gebäude leider im Vietnamkrieg zerstört. 

An Dinh Palast

Für Gebäude im Mittelteil -ein riesiges Gelände!- waren keine Baupläne mehr erhalten, dort ist nur noch eine Wiese zu sehen. Alle anderen Gebäude wurden originalgetreu wieder rekonstruiert. Wie ich finde mit Erfolg.

Der passt gut auf…

Der An-Dinh-Palast wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Privatresidenz von Prinz Vinh Thuy erbaut, der später als Kaiser Bao Dai, der letzte Herrscher der vietnamesischen Nguyen-Dynastie, den Thron bestieg. Hier verbrachte der junge Prinz prägende Jahre.

An den Wänden der Durchgängen erfährt man auch durch vergrößerte alte Schwarz-Weiss-Aufnahmen viel über die letzten Kaiser in Vietnam.

Die Fensterläden müssen frisch rot gestrichen worden sein
Schöne Details
Alles aus Porzellan

Bemerkenswerterweise lebte Bao Dai auch nach seiner Krönung und später nach seiner Abdankung 1945 weiterhin im An-Dinh-Palast. Dieser diente nicht nur dem ehemaligen Kaiser, sondern auch Kaiserin Nam Phuong und ihren vier Kindern als Wohnsitz.

Thien Mu Pagode
Kaisergrab von Minh Mang

So, nun schwirrt auch mir der Kopf von Tempeln und Pagoden.

Die Busreise geht weiter. Ein sehr schöner Zwischenstopp, bevor wir den Wolkenpass überquerten, der seinem Namen alle Ehre machte und im Wolken gehüllt war.

Korbboote

Unter jedem dieser vielen Stäbe im Wasser befindet sich ein alter Autoreifen zur Austernzucht!