
Heute geht es zu meinem Traumziel, auf das ich mich schon seit Jahren freue: die alten Tempelanlagen von Angkor Wat. Angkor ist die nächstgelegene Stadt, in der auch unser Hotel ist, und „Wat“ ist „Tempel, Kloster „. Hier haben wir es aber nicht mit EINEM Tempel zu tun, sondern einer unvorstellbar riesigen Anlage. Es war wohl einst die größte Stadt der Welt.

Im Ticketcenter kommen wir sofort dran und werden vom Reiseleiter darauf hingewiesen, dass aktuell die Touristenzahlen um 90 % zurückgegangen sind wegen des Grenzkonfliktes mit Thailand in den letzten Wochen. Gut für uns, aber schlecht für Kambodscha und seine so notwendigen Devisen durch die Touristen.









Angkor Wat ist der größte religiöse Tempelkomplex der Welt und befindet sich auf einem 1,6 km² großen Gelände. Seit 1992 gehört es zum Unesco-Welterbe.

Es wurde im 12.Jahrhundert vermutlich unter König Suryavarman II. errichtet als hinduistischer Tempel und dem hinduistischern Gott Vishnu gewidmet. Ab dem späten 13.Jahrhundert wurde es schrittweise zum buddhistischen Tempel des Khmer-Reiches umgewandelt.

Ab dem 15. Jahrhundert wurde der gesamte Komplex kontinuierlich vom Urwald überwuchert und im 16.Jahrhundert erstmals von Europäern wiederentdeckt.

Es ist ein nationales Symbol Kambodschas und auch auf der Nationalflagge abgebildet.

Heute verstärkt genau dieses Zusammenspiel aus Natur und Stein die Mystik des Ortes. Natur und Geschichte verflechten sich hier zu einem traumhaften Märchenwald. Gewaltige Baumwurzeln durchbrechen Mauern, Flechten überziehen die Tempelreste, und der Dschungel wirkt wie ein schweigender Bewahrer der Geschichte.

Angkor war zeitweise eine der größten Städte der antiken Welt. Kanäle, Stauseen und Reservoirs ermöglichten Landwirtschaft für Hunderttausende Menschen. Diese technische Meisterleistung war eine Grundlage für die kulturelle Blüte des Khmer-Reiches.

Der Tempelkomplex geriet in Vergessenheit, bevor er im 20. Jahrhundert unter Beteiligung verschiedener internationaler Organisationen restauriert wurde.
