Südtirol / Meran

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Etwas außerhalb vom Stadtkern Merans, in Obermais, thront das wunderschöne Schloss Trauttmansdorff mitten in seinem weitläufigen Park.

Schloss Trauttmansdorff mit Garten
Herrliche Aussicht vom Park aus

Der Park wurde zu einem großartigen Botanischen Garten mit 80 Themengärten aus Südtirol und aller Welt auf 12 Hektar mit 100 m Höhenunterschied umgestaltet.

Wie in Afrika…
Die hat man selber nicht im Garten, oder?

Seit 2001 hat sich die Kombination aus Gartenanlage und historischem Gebäude zum absoluten Publikumsmagnet entwickelt. 

Aussichtsplattformen für Schwindelfreie laden zum Rundblick ein

Auch die Kunst kommt hier nicht zu kurz,  wobei mir die Kombination aus Kunstgebilden in Natur eingebettet immer besonders gut gefällt.

So macht die Apfelernte Spaß…
Stilisierte Blütengebilde vor Traumkulisse

Im Schloss, wo einst Kaiser Franz Josef und Kaiserin Sissi öfters logierten, meist zu unterschiedlichen Zeiten, befindet sich heute das sehr lebendig gestaltete Landesmuseum für Tourismus.

Ein Parcours führt in 20 Räumen durch 250 Jahre Südtiroler Tourismusgeschichte. Hier ist Museum endlich mal nicht langweilig!

Gleichfalls ist auch die Zeitreise in einige der geschichtsträchtigen Räume von Schloss Trauttmansdorff möglich, das man u.a. durch lebensgrosse Puppen interessant gestaltet hat.

Sissi mit Mundschutz, ganz coronakonform

Mein Fazit: Auch wenn es teilweise touristisch überlaufen ist, sollte man mal dort gewesen sein. Natur, Kunst und Kultur in harmonischer Einheit zusammenzubringen ist hier wirklich sehr gelungen. Tipp: Anfahrt mit dem Bus von Meran, genügend Zeit mitbringen (Mimimum 3 Stunden, eigentlich ein kompletter Tagesausflug) und zwischendurch ein Päuschen im Restaurant oder Cafe inmitten des Parks genießen.

Südtirol / Seiser Alm

Mit dem Bus bis Seis und von dort mit der Kabinen-Umlaufbahn hinauf ins Landschaftschutzgebiet der Seiser Alm.

Hier hat man den Durchblick
Blick auf den Schlern

Der empfangende Ort Compatsch -eigentlich nur eine Anhäufung von Hotels meist für den touristischen Winterbetrieb- liegt auf 1850 m. Zum Glück hat man es hier schon geschafft, die Besucher des überwältigenden Hochplateaus unterhalb des Schlerns bis auf wenige Ausnahmen komplett auf Bahn und Bus zu beschränken. Ich war als Skifahrerin schon mehrfach im März auf der Seiser Alm und habe beste Erinnerungen an die perfekte Kombination aus Schnee, Sonne und Rundumsicht auf das Hochgebirge.

Doch auch nun erstmals im Sommer scheint das Angebot von Rundwegen unendlich und die Aussicht in jede Richtung atemberaubend schön.

Etliche Bewirtungsbetriebe bieten Gelegenheit, sich mit Getränken und Speisen auf robusten Bänken mit Blick auf die faszinierende Bergwelt rundum zu stärken. Sie sind meist an den Bergstationen der Sessellifte gelegen, die auch jetzt im Sommer die bequemen Besucher transportieren. 

Den Wanderern stehen viele angenehme Wege zur Verfügung, sogar mit Fahrrädern und Kinderwagen kein Problem. Aber auch für alpine Touren zählt das Schlerngebiet zu den schönsten Wandergebieten Südtirols.

Die Kühe bleiben vom Tourismus rundum zum Glück unbeeindruckt
Bergstation eines kleinen Winterliftes
Genießen erwünscht

Imkerei Museum Oberbozen

Ein sehr lohnenswerter Ausflug und vielleicht noch ein Geheimtipp ist ein Besuch des über 500 Jahre alten „Plattner Bienenhofes“ oberhalb von Bozen.

Die Anreise erfolgt gemütlich von Bozen aus mit der Rittenbahn und ich genieße  den Blick auf den Ort im Tal und die wunderschöne Bergwelt drumherum.

Rittenbahn
Blick aus der Seilbahn
„Bahnhof “ Oberbozen

Von der Bergstation Oberbozen nehme ich die  Bimmelbahn und fahre bis zum Haltepunkt „Wolfsgruben“.

Hier wird noch klassisch „gebimmelt“

Von dort nur noch wenige Minuten Fußweg zu einem malerischen Hof in einzigartiger Lage auf der Spitze eines Wiesenhanges.

Blick von der Bimmelbahn aus…
…und da ist das Bienenmuseum schon

Die Bozner Kaufmannsfamilie Gramm hat den Plattnerhof in den 90er Jahren in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt vorbildlich saniert und zu einem Bienenmuseum umgestaltet.  Es wurde von zwei betagten Schwestern übernommen, die bis dato noch ohne Strom und Wasseranschluss dort wohnten.

Seiteneingang Plattnerhof

Der prächtige Hof ist heute Sitz der größten Privatsammlung über die Südtiroler Imkerei und ein Denkmal bäuerlicher Bau-und Lebenskunst.

Garten mit Fernblick

Ein lehrreichenr Parcours im weitläufigen Gartenbereich lässt bei einem kleinen Rundgang viel Interessantes über die fleissigen Bienchen erfahren. Zudem macht ein kleines Quiz, das man am Eingang in die Hand gedrückt bekommt, die Wissensaufnahme noch kurzweiliger und ist nicht nur für Kinder eine nette Idee.

Links der Chef, der den Besuchern beratend zur Seite steht
Heiliger Ambrosius als Schutzpatron der Bienchen
Blick von der Galerie aus

Im Innenbereich gibt es dann vom engagierten Imker einen wirklich mitreissenden Vortrag. Selten habe ich jemanden für das, was er tut so „brennen“ sehen. Der Funke springt über -so interessant hatte ich mir das soziale Leben der Bienen und die Imkerarbeit gar nicht vorgestellt.

Alte Bienenstöcke

Zum Abschluss kann ich noch aus dem umfangreichen Sortiment um Honig herum Produkte kaufen und auch viele Honigsorten verkosten. Mit viel Wissen und einer vollen Tasche geht es nach fast 2 Stunden wieder zufrieden bergab.

Sammlung im alten Kellergewölbe

Messner Mountain Museum in Bozen / Schloss Firmian

Auseinandersetzung Mensch-Berg

Das Herzstück des Messner Mountain Museums, MMM Firmian auf Schloss Sigmundskron bei Bozen, thematisiert die Auseinandersetzung Mensch-Berg. Zwischen Schlern und Texelgruppe draußen – Kunst, Installationen, Reliquien drinnen – gibt die großräumige Anlage einen Parcours vor. Die Wege, Treppen und Türme führen die Besucher aus der Tiefe der Gebirge, wo Entstehung und Ausbeutung der Berge nachvollziehbar werden, über die religiöse Bedeutung der Gipfel als Orientierungshilfe und Brücke zum Jenseits, bis zur Geschichte des Bergsteigens und zum alpinen Tourismus unserer Tage.

Das Schloss ist ein wichtiges politisches Symbol für die Südtiroler: 1957 fand hier unter der Führung von Silvius Magnago die größte Protestkundgebung in der Geschichte des Landes statt. Über 30.000 Südtiroler versammelten sich in der Burganlage, um gegen die Nichteinhaltung des Pariser Vertrages zu protestieren und eine eigenständige Autonomie zu fordern („Los von Trient”). 1996 wurde die Ruine von der Autonomen Provinz Bozen erworben. Im Weißen Turm des Schlosses befindet sich eine Dauerausstellung über die Geschichte von Sigmundskron.

Extrem vielfältig ist diese Ausstellung, die mich schon beim Eintritt in das Innengelände zum Staunen bringt. Kunst im Freien finde ich faszinierend, und das bei diesem herrlichen Kaiserwetter. Ein Hauch von Tibet in Südtirol, die Mischung ist sehr gelungen.

Messner stellt sich nicht in den Vordergrund seiner Ausstellung. Hier spürt man aber im Hintergrund die Kraft und Intensität eines starken Menschen, den ich unbedingt als hochsensibel einschätze. Die Mischung aus Neugier, lebenslangem Lernenwollen, einem gewissen Hang zum Weltverbessern und Feinsinnigkeit in der Gestaltung eines solchen Museums (eins von inzwischen 6!) lässt schnell Begeisterung aufkommen.

Das gelungene Zusammenspiel von Kunst, Wissensvermittlung und Historie lässt mich ins Schwärmen geraten und ich kann mich kaum sattsehen an den Exponaten und der Burganlage selbst. Der Umbau ist eine architektonische Glanzleistung. Wie schön, dass Messmers Gelder hier in ein zeitüberdauerndes Objekt geflossen sind, die zusätzlich noch Historisches bewahren.

„Im Berg“
Das bringt Messmers Lebenswerk wohl auf den Punkt

Schloss Runkelstein/ Bozen

Heute schaue ich mir das „Bilderbuch-Schloss“ auf einem Felsen über Bozen an, mit dessen Bau schon 1237 begonnen wurde.

Im Jahr 1385 erwarb das bürgerliche Brüderpaar Franz und Niklaus Vintler die Burg. Sie wollten in der Liga der Adligen mitspielen und Eindruck schinden und ließen die gesamte Anlage mit einzigartigen Wandmalereien versehen.

Innenhof mit bemalten Wänden rechts

Diese gehören heute zu den weltweit umfänglichsten noch erhaltenen nicht religiösen Freskenzyklen des Mittelalters . Aus Ihnen kann ich mir ein hervorragendes Bild von der damaligen höfischen Welt, der adligen Kleidung und des Turnierwesens machen -fast wie ein aufgeklapptes Bilderbuch, in dem ich staunend lese.

Ist sie nicht apart?

Ich bin sehr angetan von dieser wunderbaren Zeitreise…

Ein lauschiges Plätzchen
Na, da tut sich doch was bei den beiden?

Die gesamte Burg ist aufwendig restauriert und mit architektonisch passenden Treppen und Glaselementen ausgestattet worden.

Blick über Bozen von der Burg aus

Von hieraus kannst du ganz bequem auch zu Fuß einen schönen Spaziergang am Fluss zurück nach Bozen machen.

Wyk auf Föhr

Diese Nordseeinsel ist sehr vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas. Um den Überblick verständlich er zu gestalten, fasse ich meine -durchweg positiven- Eindrücke für Euch in Themen zusammen.

Störche

Ganz faszinierend ist die Anwesenheit der vielen Störche in Wyk.

Adebars on tour

Überall hört man sie klappern…wie schön! Den ganzen Tag über kann man sie an unterschiedlichen Orten in Wyk antreffen, z.B. stolzieren sie am Strand neben dir am flachen Uferwasser lang.

Oft aber schaut man hoch, durch das laute Klappern aufmerksam geworden, und da sitzen sie auf den Häusergiebeln einfach in Ruhe da und genießen offensichtlich das Leben.  Stolz und würdevoll  harren sie dort meist recht lange auf einem Fleck aus, putzen sich, klappern zwischendurch mal und scheinen sich sehr wohl zu fühlen.

Es gibt neben diesen Zufallsentdeckungen aber auch  zwei feste Orte, an denen du auf jeden Fall Störche bestaunen kannst.

 

In der liebevoll gestalteten Wohlfühloase des  Mühlenparks in Wyk auf einer der vielen Parkbänke  hast du Blick auf den sog. Masthorst (Nisthilfe)  und kannst fasziniert die dort heimische Storchenfamilie beobachten, in diesem Sommer sogar mit zwei Babystörchen.

Nur ein paar Straßen entfernt sind die Störche die Hauptdarsteller in einem eigens für sie angelegten Storchenpark an der Badestraße/Ecke Feldstraße. Dort hat der Gründer vom Naturschutzverein ELMEERE-Dieter Risse- einen wunderschönen großen Garten für Störche geschaffen. Wer mag, kann die Störche auch über eine Webcam live beobachten.

Jungtier im Storchenpark

Die Neuansiedlung auf Föhr begann in den 90er Jahren mit dem damals flügellahmen Storch „Romeo“, den Dieter Risse in seinem Tiergehege in der Feldstraße aufpäppelte. Der Storch erholte sich, bekam mit der zahmen Störchin „Julia“ eine Partnerin und die ersten Jungstörche wuchsen heran.

Inzwischen hat sich die Storchenpopulation auf Föhr mit 20 bis 30 Tieren stabilisiert, jedes Jahr wachsen wieder Jungstörche heran. Viele überwintern mit „menschlicher Unterstützung“ auf der Insel, einige fliegen im Herbst in den Süden und kehren vereinzelt im Frühjahr zurück. Der Weißstorch ist auf Föhr wieder heimisch geworden.

Mehr Informationen dazu findest Du unter http://www.inselstorch.de

PADUA / Norditalien

Padua entzückt mich vom ersten Moment an und zieht mich mit seiner architektonischen Leichtigkeit in seinen Bann.

Prato della Valle
Die Basilika des Heiligen Antonius

Die Basilika des Heiligen Antonius in Padua ist eines der berühmtesten und meistbesuchten Heiligtümer Italiens. Sie gehört zu den weltweit 8 internationalen Heiligtümern.

Westfassade

Sie ist der erste große Kirchenbau mit Gewölbe in dieser Gegend und wurde zwischen 1232 und etwa 1310 im romanisch-gotischen Stil errichtet, um das Grab des heiligen Antonius von Padua († 1231) aufzunehmen.

Innenhof

Leider durfte ich in der Kirche keine Fotos machen.

So elegant sieht hier die Fassade der Sparkasse aus

Treviso / Norditalien

Porta San Tommaso

Treviso ist eine schöne Stadt im Nordosten Italiens. Dieses eindrucksvolle und gut erhaltene Tor macht schon neugierig auf die hübsche, von Wasser durchzogene Altstadt -ein bisschen wie Venedig.

Abendlicher Bummel
Überall kann man draussen sitzen und lecker essen
Die Statue der Republik passt gut auf
Upps..das ist doch mal was anderes 😉
Der Dom von Treviso. Ungewöhnliche Front, eher wie ein römischer Tempel.
Die 7 Kuppeln sind von hier nicht sichtbar.
Auch ungewöhnlich: knackiger Popo auf Gemälde im Innern
Der schöne Marmorengel im Dom…
Innenhof des Museums
Und hier Kunst im Innenhof…
…und an einer anderen Hauswand.

Ljubiljana

…ist Hauptstadt von Slowenien, hiess früher Laibach und ist unbedingt einen Besuch wert.

Die Universitätsstadt ist die größte Stadt und gleichzeitig auch Hauptstadt Sloweniens.

Moderne Kunst auf der Brücke…
Der Ljubljanka

Der Fluss Ljubljanika schlängelt sich durch die ganze Stadt und teilt den historischen vom modernen Teil.

Hoch über der Stadt thront als wichtiges Wahrzeichen  das mittelalterliche  Laibacher Schloss, das vermutlich schon im 11. Jahrhundert erstmals erbaut wurde.

Überall am Flussufer laden Bars und Cafes zum gemütlichen Verweilen ein :

Schöne mediterrane Atmosphäre

Kranj / Slowenien

Kranj, ehemals Krainburg, liegt auf halbem Weg nach Ljubiljana und ist in jedem Fall einen Besuch wert. Das kleine Städtchen hat sich seinen Charm bewahrt. Es steht  auf einem 30 Meter hohen Felsen zwischen zwei Flüssen.

Die Schlucht des Flusses Kokra ist eine weltweite Besonderheit

Besonders beeindruckend ist das Monument des berühmten slowenischen Schriftstellers Fance Prešeren, das einen in der Ortsmitte neben der gotischen Hauptkirche St.Kanzian  überrascht:

Der Dichter ist 1849 hier in Kranj gestorben im Alter von nur 48 Jahren

Die Altstadt ist sehenswert und ruhig

Wie in alten Zeiten…
So ein hübsches Hinweisschild für die öffentliche Toilette 😉

Der Ort ist als das kulturelle Herz Sloweniens bekannt. An vielen Stellen der Stadt ist dies zu erkennen, hier haben mich die tollen Hausbemalungen in den Bann gezogen:

Hier eine der zahlreichen Galerien:

Besonders interessiert mich im Innenhof das Werk des slowenischen Künstlers Mirko Bratuša:

Das Gesamtwerk …
…mit  vielen Details, die es zu entdecken gilt…
Es scheint sich wohl eher um einen männlichen Frosch zu handeln 😉 …

Weiter geht es mit dem  Stadtrundgang :